user_mobilelogo


Herzlich Willkommen beim Ortsverband Stralsund im BDZ

Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft

VA17 B 1BV Nord-Veranstaltungsreihe 2017

qrcode

Mecklenburg-Vorpommern in der ersten Reihe:

BDZ setzt in Berlin ein starkes Zeichen der Solidarität

 

ekr_2012_stempel

22.03.2012 (BDZ Bund)

Über 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon weit überwiegend BDZ-Mitglieder, haben bei einer Protestveranstaltung am 22. März in Berlin ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt. Beamte und Arbeitnehmer zogen gemeinsam von der Friedrichstraße vor den Sitz von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Wilhelmstraße, um für ihre Einkommensforderung von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr zu demonstrieren. Die Kolleginnen und Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern waren - wie so oft in den letzten Jahren - auch dieses Mal wieder ganz vorne mit dabei.

 

„Nach den Reallohnverlusten der vergangenen Jahre brauchen die Kolleginnen und Kollegen jetzt unbedingt echte Einkommensverbesserungen“, rief BDZ-Chef Klaus H. Leprich unter lautstarkem Beifall aus. „Keine Taschenspielertricks, keine Verschiebebahnhöfe über Laufzeit und Einmalzahlungen, sondern echte Zuwächse und eine soziale Komponente.“

„Unsere Forderungen sind berechtigt und erfüllbar“, fasste Leprich, der auch Sprecher der dbb-Bundesbeamtengewerkschaften ist, die Erwartungshaltung der Protestierenden zusammen. Das Angebot, das die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegt hätten, sei eine „Frechheit“, denn es schließe den öffentlichen Dienst vom Aufschwung aus.

Es sei zulässig, den Vergleich mit der Wirtschaft anzustellen. Der BDZ-Chef wartete mit Fakten und Zahlen auf: „ Verdopplung der Managergehälter, 7 500 Euro für jeden Beschäftigten bei VW, sprudelnde Steuereinnahmen, Rekordeinnahmen des Zolls in Höhe von 113 Milliarden Euro im Jahr 2011 – das ist ein Drittel des Bundeshaushalts. Wir wehren uns nicht gegen eine Gleichbehandlung und Gewinnbeteiligung. Der Personalkostenanteil des Bundes liege unter 9 Prozent. „Da geht doch was!“

Tosenden Applaus erhielt Leprich auch für seine Aussage, dass die Arbeitgeber des Bundes und der Kommunen ihre unwürdigen Rituale und ihre Taschenspielertricks beenden und am 28. März ein faires Angebot mit einer Laufzeit von zwölf Monaten vorlegen müssten. „Herr Friedrich und Herr Böhle, wachen Sie endlich auf“, so der BDZ-Chef. Trotz der wachsender Schere zwischen Brutto und Netto sowie Unterschieden bei Arbeitszeit und Leistungsbezahlung ließen sich Arbeitnehmer und Beamte nicht auseinander dividieren.

„Und wenn es sein muss, dann kommen wir wieder“, beendete Leprich seine Rede, in der er den aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten über 700 BDZ-Mitgliedern für ihr Kommen dankte. Zuvor hatten Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion, und VBOB-Bundesvorsitzender Hans-Ulrich Benra die Forderungen der dbb-Gewerkschaften bekräftigt.

Bei einer Auftaktveranstaltung in der Friedrichstraße hatte Ramona Schumann (Bezirksverband Hannover) die Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den Protest temperamentvoll eingestimmt. Sie betonte, dass auch die Übernahmegarantie der Auszubildenden, deren Vergütung um mindestens 100 Euro angehoben werden müsse, zwingend sei. „Laufen wir los, machen Lärm und fordern faire Löhne in einem starken Land“, rief sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu, bevor sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte.

                          DSCN2529                     DSCN2553                                      
DSCN2581 DSCN2611

 

Zum Vergrößern: Rechtsklick/ Grafik anzeigen

Weitere Bilder der Veranstaltung finden sich hier.