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Frauenstammtisch

Lieber gleichberechtigt als später!

Von Birgit Schmelter
17.03.09 (OV HST)

Anlässlich des Internationalen Frauentages trafen sich am 09. März 2009 die BDZ-Frauen des Ortsverbandes Stralsund zum Frauenstammtisch im „Ventspils“ an der Sundpromenade.

 

Herzlich begrüßt wurden als neue Mitglieder im BDZ zwei Kolleginnen aus den Bereichen Finanzkontrolle Schwarzarbeit und Abfertigung. Der Frauenanteil im BDZ in Mecklenburg-Vorpommern erhöht sich damit stetig und ist Ausdruck dafür, dass frauenpolitische Arbeit im BDZ und darüber hinaus anerkannt wird.

Am 08. März bekunden Frauen und Mädchen in aller Welt ihre gegenseitige Solidarität und geben ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung und einer gesicherten Existenz Ausdruck. Angesichts der weltweiten Finanzkrise, der immer noch unterschiedlichen Teilhabe und Teilnahme von Frauen und Männern am gesellschaftlichen Leben, ist diese Forderung drängend.

90 Jahre Frauenwahlrecht, 60 Jahre Gleichstellungsartikel im Grundgesetz, 7 Jahre Bundesgleichstellungsgesetz sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern. In der Wirklichkeit sind Gleichberechtigung und Gleichstellung nicht viel weiter vorangekommen. Sie muss immer wieder eingefordert und mitunter eingeklagt werden.

Frauenstammtisch 2009

Frauen mit politischem Interesse und beruflichem Engagement sind im BDZ gefragt. Ihr Anteil in Gremien des BDZ und als stimmberechtigte Delegierte, so an Bezirks- und Gewerkschaftstagen muss sich an ihrem tatsächlichen Mitgliederanteil ausrichten.

Im Ortsverband Stralsund sind wir hierbei weiter vorangekommen. Seit 2008 gibt es wieder eine Frau an der Spitze des örtlichen Personalrates.

Im Focus des diesjährigen Frauenstammtisches stand das Dienstrechtneuordnungsgesetz, die Bundeslaufbahnverordnung und die Umsetzung der Strukturentwicklung Zoll.

Die Kolleginnen tauschten sich zu deren Inhalt und hierzu geführten Initiativen des BDZ aus. Sie stellten fest, dass bisher keine Beamtin des HZA den beruflichen Aufstieg in die nächst höhere Laufbahn absolviert hat. Der Praxisaufstieg konnte durch Initiative des BDZ bis 2015 erhalten werden. Dies eröffnet insbesondere den Beamtinnen Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung. Frauen sind  beim Wasserzolldienst an Bord noch nicht existent. Hier gilt es, bei ihnen bereits während der Ausbildung Interesse zu wecken und zu fördern. Der Frauenanteil im HZA-Bezirk ist weiter zu erhöhen. Noch macht er ein Drittel des Personalbestandes aus. Zu verzeichnen ist ein leichter Anstieg des Frauenanteils in Führungs- / Entscheidungspositionen. Die Nutzung des Eltern-Kind-Büros steht allen Beschäftigten mit Familienpflichten offen, so auch dem Sachgebiet Kontrollen.

Thema war auch, der Vorrang der personellen Verstärkung des Dienstbereiches Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Aber auch der Vollstreckungsbereich am Standort Stralsund benötigt eine schnelle Entlastung von Mehrarbeit der Beschäftigten, insbesondere mit Familienpflichten und der Teilzeitbeschäftigten. Dazu beitragen kann eine zügige Besetzung von offenen Dienstposten und Stellen, aber ggf. auch durch Geschäftsaushilfen.

Der gemütliche Teil des Frauenstammtisches kam auch 2009 nicht zu kurz. Es wurde viel gelacht, Gemeinsames festgestellt und das Netzwerk der Frauen im BDZ ausgebaut.